VLN Saison 2011

Allgemein

Platz 3 für Porsche mit Willicher Unterstützung

Frikadelli Racing

Foto: Martin Brock

Eigentlich wollte die Mannschaft PROsport Performance den Porsche Cayman, der vom Porsche Zentrum Willich unterstützt wird, beim vierten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft einsetzen und somit einem letzten Härtetest vor dem 24-Stunden-Rennen unterziehen. Doch durch einen Unfall beim dritten Lauf wurde dieser Plan nun umgestellt. Denn der seriennahe Renner konnte binnen zwei Wochen nicht wieder optimal eingestellt werden. „Dann muss das Auto halt beim fünften Lauf antreten, hoffen wir, dass alle heil bleibt“, sagt PZ Willich Geschäftsführer Joachim Tünnesen.

So oblag es der Mannschaft Frikadelli Racing die Willicher Fahnen hoch zu halten. Denn auch das Team von Klaus Abbelen und Sabine Schmitz fährt mit der Unterstützung des Porsche Zentrums. Und das bisweilen sehr erfolgreich. Schon im Qualifying konnte sich die „schnellste Frikadelle der Welt“, ein Porsche 997 GT3 R sehr gut im Spitzenfeld halten. Bei 27 startenden GT3-Boliden in der Klasse SP9 war das gar nicht so einfach. Doch mit Startplatz 13 konnte das Fahrertrio Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Niclas Kentenich mehr als zufrieden sein. Vor ihnen tummelten sich überwiegend werksunterstützte Mannschaften.

Doch im Rennen währte der gute Platz nicht lange. Zwar kämpfte sich die Mannschaft ab der Startlinie bereits weiter nach vorne, doch nach zwei Runden kam das frühe Aus. Bei einer Überrundung wurde der vor Frikadelli-Racing fahrende Pinta-Porsche durch ein langsameres Fahrzeug von der Piste geschickt. Kentenich an Bord des Friko-Porsches konnte den Unfall nicht sehen, da noch ein Manthey-Porsche zwischen ihm und dem sich drehenden Pinta-Auto fuhr. Der Vordermann bremste, Kentenich versuchte zu reagieren, krachte aber ins Heck des Konkurrenten. „Er hatte keine Chance“, konstatierte Boxenchef Uli Lienert. Während der Manthey-Porsche nach einer Reparaturpause wieder ins Renngeschehen eingreifen konnte, war für den 997 GT3 R von Frikadelli Racing das Rennen mit defektem Kühler vorbei.

Besser lief es da für den Cup-Porsche des Teams. Florian Fricke, Julian Dercks und Dieter Schornstein drehten vier Stunden lang problemlos ihre Runden. In der Klasse SP7 angetreten waren die drei gegen den einen oder anderen Konkurrenten eigentlich deutlich unterlegen, doch letztlich sicherten sie sich den dritten Rang. Gleichzeitig waren sie im schnellsten Cup-Porsche innerhalb dieser Klasse unterwegs.

Der fünfte VLN-Lauf ist bereits am 11. Juni, also in nicht ganz zwei Wochen. Wie angesprochen, wird dann auch wieder der Porsche Cayman mit Willicher Unterstützung an den Start gehen. Schließlich ist es der letzte Test vor dem Saisonhöhepunkt 24-Stunden-Rennen, das am 25. Juni gestartet wird. (Martin Brock)