Bonk dominiert 6 Stunden-Rennen
02.08.2010 - „Das war doch mal ein perfektes Rennen“, Teamchef Michael Bonk (Münster) strahlte nach dem Höhepunkt in der VLN-Langstreckenmeisterschaft, dem 6-Stunden-Rennen. Drei der vier eingesetzten Fahrzeuge gewannen souverän ihre Klassen. Dazu ist eine der Bonk-Fahrerteams auf Meisterschaftskurs und Peter Bonk (Münster) fuhr seine persönliche schnellste Runde auf der Nordschleife. Grund genug also für die Mannschaft hinterher die Nacht zum Tag zu machen.
Bonk-Motorsport
Foto: Stephan Diekmann
Die einzigen, die ihre Klasse nicht als Sieger beendeten waren Joe Kramer (Hamburg), Wolfgang Garbrock (Overath) und Bernd Tempels (Rastatt). Mit ihrem BMW 318iS hatten sie es in der Klasse V2 richtig schwer. „Man muss dazu sagen, dass wir an diesem Auto auch kaum noch Entwicklungsarbeit machen“, sagte der Teamchef, „dagegen haben unsere Gegner deutlich aufgerüstet.“ Daher war Michael Bonk mit dem vierten Rang hoch zufrieden. „Die drei haben aus dem Auto das heraus geholt, was möglich war. Das ist doch wunderbar.“
Noch mehr aus dem Auto geholt, als möglich war, haben Peter Bonk, Arvid Steinberg (Stolberg) und der Teamchef selbst. Die drei pilotierten den LuK-Porsche in der Klasse SP6. Nach sechs Stunden stand die Startnummer 200 ganz oben auf dem Treppchen. Eine ganze Runde trennte das Trio von den Zweitplatzierten. Was die Mannschaft zusätzlich positiv überraschte: Im Gesamtklassement rangierte der Porsche 997 GT3 auf Platz 10. „Das Auto ist einfach geil gelaufen“, kommentierte Michael Bonk. Sein Bruder Peter brannte mit 8:54.082 Minuten nicht nur die schnellste bisher gefahrene Rundenzeit des LuK-Porsche in den Asphalt der Nordschleife. So flott war der Münsteraner noch nie unterwegs.
Ebenfalls richtig schnell ließen es Axel Burghardt (St. Ingbert), Andreas Möntmann (Memmingen) und Jens Moetefindt (Buchholz) über die lange Distanz von sechs Stunden regelrecht fliegen. Mit 10:23.599 Minuten sorgten sie für die mit Abstand schnellste Runde innerhalb der Klasse V3. Der Lohn der Mühen war der Klassensieg mit einer Runde Vorsprung.
In der am stärksten besetzten Klasse SP3 betrug der Vorsprung von Bonk motorsport am Ende sogar zwei Runden. Keiner der 24 Gegner war dem BMW Z4 von Wolf Silvester (Nürnberg) und Mario Merten (Nürburg) gewachsen. Und das, obwohl die beiden nach der normalen VLN-Distanz von vier Stunden mit Problemen zu kämpfen hatten. „Am Querlenker hinten links hatte sich eine Schraube gelöst“, sagte Michael Bonk. Pilot Mario Merten bemerkte das gelockerte Fahrwerk und steuerte sofort die Box an. Dort wurde das Problem schnell gelöst und der Z4 wieder auf die Hatz geschickt. Nebenbei absolvierte das Duo ebenfalls mit Abstand die schnellste Rennrunde der Klasse mit 9:11.552 Minuten.
Mit dem Klassensieg ist das Duo Merten/Silvester auch weiter an die Spitze der Punktewertung gerückt. Nach Abzug der beiden Streichergebnisse liegt Bonk motorsport jetzt schon auf Gesamtrang zwei mit 0,03 Punkten Rückstand auf das führende Trio von Raeder Motorsport. Doch einfach wird der Kampf um die Meisterschaft nicht, denn auch die Mannschaft von Black Falcon greift nach dem Titel.
Für den Showdown mit den letzten drei Rennen der Saison kann sich Bonk motorsport jetzt in Ruhe vorbereiten. Die VLN geht in ihre achtwöchige Sommerpause. Am 25. September biegt die Serie mit dem siebten Lauf des Jahres auf die lange Zielgerade ein. (Martin Brock)

