Kim Hauschild mit ordentlichem 6h-Rennen
03.08.2010 - Auch wenn Kim Hauschild (Horneburg) jetzt schon etliche Runden auf der Nürburgring-Nordschleife absolviert hat, in seinem ersten Jahr in der VLN Langstreckenmeisterschaft kommt es immer wieder zu neuen Dingen für den 18-Jährigen. So konnte er an diesem Wochenende sein erstes 6-Stunden-Rennen mit seinem Seat Leon Supercopa absolvieren. Gemeinsam mit Sebastian Holl (Frankfurt), Frank Borkowsky und Hermann Backus (beide Mönchengladbach) galt es vor allem Punkte für die interne Seat-Meisterschaft zu sammeln.
Foto: Martin Brock
Dass das nicht einfach werden würde, war Kim Hauschild schon vom Start weg klar. „Wir treten hier in der Klasse SP3T teilweise gegen deutlich stärkere Fahrzeuge an. Da gilt es, sich zu behaupten.“ Und dies machten die vier Piloten mit Bravour. Schon im Training zeigten die vier, dass sie im Feld der Seats mithalten können. Nur der Leon von Inter Racing war schwer einzuholen. „Die beiden Piloten sind sehr stark und haben extrem viel Erfahrung auf der Nordschleife“, meinte Hauschild anerkennend.
Mit schnellen Rundenzeiten und guten Fahrerwechseln kämpfte sich das Fahrerquartett durch das längste Rennen der Serie. Dabei blieb die Mannschaft glücklicherweise von Unfällen oder technischen Defekten verschont. Bis auf ein kleines Feuer im Motorraum beim ersten Boxenstopp. Öl hatte sich entzündet und für große Aufregung in der Box gesorgt. Nachdem die Flammen gelöscht und alle möglichen Ursachen am Seat überprüft waren, ging es weiter. „Wir haben dadurch sechs Minuten verloren. Aber zum Glück ging es weiter“, sagte Hauschild erleichtert. Mit 9:24.194 Minuten lag seine schnellste Rennrunde im oberen Mittelfeld und ermöglichte letztendlich noch Rang vier in der internen Seat-Wertung und immerhin noch Platz neun in der Klasse SP3T. In der Punktewertung der Seats bleibt Hauschild damit aktuell auf Platz zwei.
„Auch wenn ich jetzt schon viele Kilometer hier gefahren bin, so lerne ich jedesmal dazu“, sagte Hauschild hinterher, „mit dem Rennverlauf bin ich ganz zufrieden. Allerdings wäre ich lieber etwas weiter vorne angekommen.“ Mit diesem Ehrgeiz geht Hauschild jetzt in die letzten drei Rennen des Jahres. Doch vorher ist erst einmal Sommerpause angesagt. In der VLN Langstreckenmeisterschaft geht es am 25. September weiter. Dann will Hauschild wieder mit seinem Seat Leon Supercopa antreten und den Markenkollegen ein Schnippchen schlagen. (Martin Brock)


