Neulinge machten sich gut in der Guttroff-Corvette
01.08.2010 - Das 6-Stunden-Rennen in der VLN-Langstreckenmeisterschaft ist der Saisonhöhepunkt des Jahres. Das Fahrerfeld ist dann immer rappelvoll und für viele ist vor allem die zwei Stunden längere Distanz eine echte Herausforderung. Andere nutzen die Möglichkeit, neuen Piloten Einsatzzeit auf dem Auto zu geben, schließlich muss man mindestens einen Tankstopp mehr einplanen. Entsprechend wurden auch auf der Guttroff-Corvette neue Fahrer ans Steuer gelassen. Neben Tobias Guttroff (Scheinfeld) griffen Frank Borkowsky (Mönchengladbach), Yannik Fübrich (Heilbronn) und Henning Meyersrenken (Köln) ins Lenkrad des weißen GT4-Boliden.
„Wir wissen nicht, wie schnell die neuen Fahrer sind, aber wir wollen ihnen die Chance geben sich bei diesem Rennen zu beweisen“, sagte Georg Guttroff kurz vor dem Lauf. Das Ergebnis war für ihn klar zweitrangig, zumal ein etwas leistungsschwächerer Motor zum Einsatz kam. „Der andere Motor muss derzeit überholt werden, daher der Tausch“, sagte Guttroff. Trotzdem ließ sich die Leistung des Quartetts durchaus sehen. Alle vier absolvierten schnelle Rundenzeiten und lieferten vor allem ein sicheres Rennen.
„Die Corvette ist schon verdammt schnell, daran muss ich mich erst einmal gewöhnen“, meinte beispielsweise Borkowsky während des Rennens. Bisher war der Mönchengladbacher auf etwas langsameren Autos in der VLN unterwegs. Mit Respekt gingen auch die beiden anderen neuen Piloten zu Werke. Respekt, den es aufgrund der Leistung der Corvette auf der schwierigen Nordschleife auch brauchte. Nur so, war es der Mannschaft möglich letztlich auf Platz zwei der GT4-Klasse abgewinkt zu werden. Andere, die mehr Risiko gingen, wurden in Unfälle verwickelt und schieden aus.
Tobias Guttroff, der im vergangenen Jahr in der FIA-GT4-Meisterschaft fuhr war mit dem Einsatz zufrieden. „Wir hatten schon wegen unseres Motors nur wenige Chancen, die Klasse zu gewinnen. Mit dem zweiten Platz kann ich sehr gut leben, zumal wir alle konstant schnelle Rundenzeiten gefahren sind.“
Nach nun drei Rennen innerhalb von vier Wochen steht jetzt die große Sommerpause auf dem Plan der Langstreckenmeisterschaft. Erst in acht Wochen, am 25. September, folgt der achte Lauf der Saison. Bis dahin wird Dieselspeed – jene Mannschaft, die die Guttroff-Corvette betreut – das Auto wieder auf Vordermann bringen. „Dann wollen wir mit unserem Einsatzmotor auch wieder voll angreifen“, sagt Tobias Guttroff. (Martin Brock)


