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VLN Saison 2010

Allgemein

Pech für die Ringratte im Greenhell-BMW

Greenhell-Racing

Foto: Martin Brock

02.08.2010 - Wäre der siebte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft ein ganz normales Rennen gewesen, würde sich die Ringratte, alias Hajo Müller (Bergisch Gladbach) nicht so ärgern. Aber der siebte Lauf war das Highlight des Jahres und das ist bekanntermaßen das 6-Stunden-Rennen. Gemeinsam hätte Müller mit Dale Lomas (Wershofen), Steve Evans und Julian Westwood (beide Großbritannien) problemlos den Sieg in der Klasse V5 geholt, wäre es nicht nach 4 Stunden und 50 Minuten zu einem verhängnisvollen Crash gekommen.

Greenhell-Racing

Foto: Martin Brock

Plötzlich war der Greenhell-BMW groß im Bild. Die Kamera von VLN-TV zeigte den 3er in entgegengesetzter Fahrrichtung mit hängender Frontschürze und zerbeulter Seite. In der Hohenrain-Schikane kurz vor Start und Ziel hatte es den BMW gedreht. Steve Evans, der zu diesem Zeitpunkt am Steuer des Wagens saß, wurde zwar zur Sicherheit ins Medical Center gebracht, doch er konnte wenig später ohne nennenswerte Verletzungen nach Hause fahren.

Bis zu diesem Crash sah es nach einer ziemlich eindeutigen Sache in der Klasse V5 aus. Ringratte Müller hatte den BMW im Qualifying auf Startplatz zwei gefahren. „Das Auto geht richtig gut“, sagte er kurz vor dem Rennen. Er übernahm auch direkt den Start und zeigte, warum er vom Teamchef Stefan Manheller als erster eingesetzt wurde. Kaum hatte die Startampel auf grün geschaltet, jagte Müller los. Lediglich der BMW M1, der in der selben Startgruppe aber einer anderen Klasse antrat blieb vor dem Greenhell-Auto. Müller bog als zweiter in die erste Kurve. Danach ließ er zwei weitere Fahrzeuge aus stärkeren Klassen wieder durch und sicherte sich die Führung in der V5.

Runde um Runde vergrößerte er den Abstand zu den Konkurrenten und mit 9:33.178 Minuten brannte er nicht nur die schnellste Zeit des Greenhell-BMW sondern der kompletten Klasse in den Asphalt der Nordschleife. Mit knapp 20 Sekunden Vorsprung übergab er das Auto an den nächsten. Seine Fahrerkollegen machten ebenfalls ordentlich Dampf nach vorne, bis es eine Stunde und zehn Minuten vor Rennende zu dem unglücklichen Crash kam. „Das ist sehr ärgerlich, da der Klassensieg wirklich möglich war“, meinte Hajo Müller.

Glücklicherweise hat Greenhell Racing jetzt acht Wochen Zeit, den BMW wieder so herzurichten, wie vor dem Unfall. Denn die Langstreckenmeisterschaft geht in die verdiente Sommerpause. Am 25. September versucht Ringratte Hajo Müller erneut den Klassensieg in der V5 zu holen. Wie gesagt, wäre das Rennen ein normales 4-Stunden-Rennen gewesen… - dann halt beim nächsten Mal. (Martin Brock)

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