S.Pace-Racing gehörte zu den Schnellsten
03.08.2010 - „Wir wollen Stück für Stück schneller werden, um dann mit Raeder Motorsport gleichzuziehen“, das hatte Mike Jäger noch beim letzten Mal in der VLN Langstreckenmeisterschaft gesagt. Zwei Wochen später ist S.Pace-Racing (Nettersheim) einen großen Schritt weiter. Beim 6-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife bewies das Team, dass es mit seinem Afri-Cola-A3 ganz klar die zweite Kraft hinter dem TT der Boxennachbarn ist. Lediglich ein kleines technisches Problem durch eine Feindberührung warf die Mannschaft auf Rang fünf in der Klasse zurück.
S.Pace-Racing
Foto: Martin Brock
Schon Zeittraining ließ S.Pace-Racing die anderen Teams aufhorchen. Mit 9:03.067 kratzte Mike Jäger an der 9-Minuten-Marke. „Ich bin sicher, dass ich noch etwas schneller fahren konnte, aber ich wollte im Qualifying nichts riskieren.“ Auch die beiden Fahrerkollegen Harald Hennes und Christian Bollrath absolvierten sehr schnelle Trainingsrunden, was für das Rennen eine positive Grundstimmung brachte.
Beim Start kaufte Harald Hennes dann der kompletten Konkurrenz den Schneid ab. Bei der Einfahrt in die Mercedes-Arena setzte er sich innen neben seine Gegner und schlüpfte an ihnen vorbei. Die konnten nicht so schnell reagieren und mussten sich hinter einigen anderen Fahrzeugen einreihen. „Typisch-Cup-Fahrer“, meinte Hennes grinsend, der solche Manöver in diversen Cup-Serien gelernt und perfektioniert hatte. Auf der Nordschleife schaffte er es, den Abstand zu seinen Gegnern sogar noch zu vergrößern, doch auf der Döttinger Höhe machte der Audi TT von Raeder Motorsport kurzen Prozess. „Der TT hat leider eine bessere Aerodynamik und die spielt er auf der langen Geraden gnadenlos aus“, sagte Teamchef Jochen Schruff, der daran arbeitet, dass dieser Vorteil bald keiner mehr ist.
Nach acht Runden, in denen Hennes nie den Anschluss an die Spitze verlor stand der erste Fahrerwechsel an. Im Kampf um die Plätze war der Afri-Cola-Audi einmal mit einem Konkurrenten in Berührung gekommen. Doch beide fuhren ohne größere Blessuren weiter. Allerdings hatte sich dabei ein Radbolzen am A3 verbogen. Beim Boxenstopp ließ sich der Reifen nur mit engagiertem Einsatz der Mechaniker lösen. Knapp zwei Minuten gingen verloren, bis das Auto wieder Vollgas geben konnte. „Zum Glück hat unsere Boxenmannschaft so gut reagiert, sonst wäre der Abstand vielleicht noch größer geworden“, Schruff ärgerte sich trotzdem über die lange Standzeit.
Denn damit war der Podestplatz innerhalb der Klasse dahin. Die Spitze in der SP3T ist so eng und hart umkämpft, dass es hier nicht um Minuten, sondern Sekunden geht. So konnte S.Pace-Racing auch trotz der schnelleren Rundenzeiten nicht mehr unter die ersten drei vorfahren. Am Ende wurde es immerhin noch der fünfte Rang in der Klasse und Platz 23 im Gesamtklassement. Mit einer Spitzenzeit von 9:07.180 Minuten fuhr der Afri-Cola-Seat die zweitbeste Zeit innerhalb der Klasse.
Das 6-Stunden-Rennen war der letzte Lauf vor der Sommerpause. In acht Wochen, am 25. September geht es mit dem achten Rennen des Jahres weiter. S.Pace-Racing wird dann erneut nach der Krone der SP3T greifen. (Martin Brock)


